Annette Schulz

Werdegang

der Ballettschule Annette Schulz von 1990 bis heute

Geboren 1954 in Mülheim-Ruhr habe ich schon mit 3 Jahren in der Ballettschule Ellen Wrona die ersten Tanzschritte getan.

Meine akademische Ausbildung zur Tanzpädagogin habe ich an der Hochschule für Musik in Köln und der Folkwangschule in Essen abgeschlossen. Eine heilgymnastische Ausbildung folgte in Remscheid, Auslandsaufenthalte vor allen Dingen in Spanien folgten. Sehr bald habe ich dann in verschiedenen Ballettschulen unterrichtet.

Dann folgte am 3.3.1990 die Eröffnung der Ballettschule in Boisheim auf der Nettetalerstrasse148. Damals mit 25 Schülern begonnen, gehören seit langer Zeit mehr als 100 Schüler dazu. Hier konnte ich die staatliche Anerkennung erlangen und auf hohem Niveau Klassen aufbauen, die meinen Schülern die Möglichkeit geben, Tanz nicht nur im Hobbybereich zu erleben, sondern sich auch auf die Berufe im Bereich des Tanzes vorzubereiten.

Ein Einblick in die Kultur und Geschichte des Tanzes und vor allen Dingen der Zusammenhang der verschiedenen Künste, in den der Tanz eingebunden ist, gehört zum erklärten Lernziel meiner Schule. Daher gab und gibt es viele Theaterbesuche, Ausstellungen, Kontakte zu Tänzern und Tänzerinnen, Musik und Literatur. Die Aufführungen, die ich im Laufe der letzten Jahre durchgeführt habe, wurden immer auch aus dieser Perspektive in Angriff genommen: Die Geschichte gelesen und besprochen, den geschichtlichen Hintergrund erarbeitet, Musik und Komponisten besprochen, Choreographen und berühmte Tänzer kennen gelernt.

Neben den vielen klassischen Aufführungen lag mein Interesse immer schon in eigenen Choreographien. So sind die kleinen Ballettabende entstanden. Die Freude an dieser Arbeit findet sich in einigen Choreographien besonders wieder, wie z.B. im Tanz "Zeit der Stille".

Große Erfolge waren auch die Musicals, an die wir uns heran getraut haben: Cats und "Das schnellste Eisenbahnrennen der Welt". Ob Singen, Tanzen, Rollschuhfahren, wir haben alles gewagt und so will ich sagen auch gewonnen.

Zu den besonderen Höhepunkten zählen auch die Arbeiten in den Museen und Galerien: Im Museum Heinsberg haben wir eine Ausstellung von Ludwig Kirchner tänzerisch begleiten können. In diesem Jahr habe ich in der Galerie Nostheide -Eycke in Kaldenkirchen zu der Ausstellung von Marc Kramer zwei Arbeiten vorgestellt, "Kopflos" und "Ausgegrenzt". Mit dem Tanz "Kopflos" wurden wir zu der Kunstausstellung "Art Amsterdam" eingeladen. An der offiziellen Eröffnungsfeier unter der Teilnahme der niederländischen Königin Beatrice, konnten wir mit dieser Performance einen großen Erfolg feiern: Presse und Fernsehen haben regen Anteil an unserer Arbeit genommen.

In diesen Jahren konnten viele Schüler bei externen Prüfungen, wie zum Beispiel: J. Neumeier, Hamburg, J. Cranko, Stuttgart und die Folkwang Schule Essen positive Erfahrungen sammeln.

Immer wieder auch hat sich ein junger Mensch ganz dem Ballett verschrieben und ist Berufstänzer geworden. Auch haben einige ehemalige Schülerinnen den Beruf des Ballettpädagogen erlernt und üben ihn heute aus.